Garmin vívoactive HR

Tech-Test: Sport-Smartwatch – GARMIN vívoactive HR

Es gab viele Reaktionen auf meinen letzten Testbericht zum Fitbit Blaze. Immer wieder wurde darum gebeten, das Gamin vívoactive HR mal zu testen. Was soll ich sagen, klar gerne! Los geht’s!

Sport-GPS-Smartwatch vívoactive HR

von

Garmin

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Fakten, Fakten, Fakten

Abmessungen Uhr: 30 x 57 x 12  mm.
Armbandumfang:
L von 137 bis 195 mm
XL von 162 bis 225 mm geeignet
Display 28,6×20,7mm | 205x148px | Touchscreen, Farbdisplay
Gewicht 48g
Batterie Lithium-Akku
Betriebsdauer Bis zu 8 Tage im Smartwatch-Modus (mit Herzfrequenzmessung rund um die Uhr),
13 Stunden im GPS-Modus
Wasserdichtigkeit 5 ATM
Funktionen GPS Empfänger, Elektronischer Kompass, stoßfest, Zeit, Datum, Kalender, Alarm, Smartphone Benachrichtigungen, Vibrationsalarm, Musikfunktionen, Berechnung des Kalorienverbrauchs, Displayansichten individuell anpassbar , Schwimmfunktionen, Golffunktion, Schlafüberwachung, Etagenzähler
Sensoren Geschwindigkeits-/Trittfrequenzsensor, Herzfrequenzmessgerät, Beschleunigungsmesser, Barometrischer Höhenmesser
Besonder Funktionen Auto Pause (Stoppuhr wird automatisch angehalten z.B. wenn Sie an einer Ampel stehenbleiben),
Auto Scroll (Automatisches Anzeigen von Datenseiten während des Trainings),
Auto-Lap (Automatischer Start einer neuen Runde)
Integrierte Sportapps Laufen, Radfahren, Gehen, Rudern (alles im Freien und im Gebäude), Schwimmbadschwimmen, Golfen, Skifahren/Snowboarden, Langlauf, Stand-Up-Paddle-Boarding
Widgets/Seiten Mein Tag, Intensitätsminuten, Herzfrequenz, Letzte Sportaktivität, Smart Notifications, Wetter, VIRB®-Action-Kamera/-Fernbedienung, Varia-Fernbedienung, Music Player-Funktionen, Kalender, Schrittanzahl, Kalorien, Schlaf, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Golfen

Entschuldigt den Ausdruck ..aber das^^ ist mal ne stramme Latte! Alter Falter, fehlt nur noch, dass man damit K.I.T.T. rufen kann 😅

 

Erster Eindruck


Oh ha! „Ganz schöner Brummer..“ war mein erster Gedanke.. und der zweite „und so viel Plastik

Na egal! Wirkte deshalb nicht unbedingt minderwertig aber im direkten Vergleich zum Fitbit etwas klobig und bei weitem nicht so „stylisch“. Davon lässt man(n) sich natürlich nicht abschrecken 😉

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Also ab damit an den Arm. Und siehe da passt sogar 😀 Das Armband ist angenehm weich und hat eine gute Breite.

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Die Einrichtung war erwartungsgemäß einfach und schnell möglich. Man sollte sich jedoch direkt 15 Minuten Zeit nehmen um die Smartwatch zu kalibieren (dazu wird man auch von ihr aufgefordert) heißt: ab vor die Tür und ein paar Schritte gehen. Ein kurzes Vibireren am Arm und der Blick zur Ursache verrät dann auch, dass die Kalibrierung abgeschlossen ist.

Bedienung


Zwei Knöpfe gibt es. Einen „Zurück-Knopf“ und einen „Menü-Knopf“. Reicht völlig aus. Die restlichen Funktionen lassen sich präzise über den Touchscreen anwählen.

Beide Taster bieten zudem bei längerem Drücken Zusatzfunktionen wie z.B. das vivo Abschalten oder es via diversen Untermenus für sich anzupassen (Displayfarbe, Uhrdesing etc. pp.) oder aber Stoppuhr, Timer und Alarme einzustellen.

An der einen oder anderen Stelle kann man von den scheinbar unendlichen Möglichkeiten an Customizing-Optionen und Menüunterpunkten auch mal überfordert sein 😉

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Unterm Strich ist die Bedienung logisch aufgebaut und man benötigt kein Studium um damit klar zu kommen. Die angesprochenen Möglichkeiten das vivoactive auf seine Bedürfnisse einzustellen bieten genug Spielraum es für sich individuell einzustellen.

Positiv sei erwähnt, dass man Display und Taster sperren kann, von Hand oder  vollautomatisch nach einer gewissen Zeit. Eine ungewollte Bedienung beim Sport oder wobei auch immer ist damit nahezu ausgeschlossen.

Display


Ja, dem Display muss ich mich an dieser Stelle gesondert widmen. Warum?! Na ja.. zum Beispiel, weil es immer an ist..

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Okay, von vorne. Als ich das vivo das erste Mal einschaltete, dachte ich „bah die Anzeige der Zeit geht mal gar nicht, wie sieht das denn aus?!“ dann fand ich die Möglichkeit die Anzeige zu ändern und bin bei „Pendulum“ hängen geblieben. (Denn, da sieht man dann auf den ersten Blick, dass noch jede Menge Schritte gemacht werden müssen bis das Tagesziel erreicht ist, natürlich auch die Uhrzeit aber auch wie viel vom Tag noch übrig ist) Sieht gut aus und man muss nicht lange scrollen.

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Streckenweise ist das Display echt dunkel. Ja, man kann die Helligkeit hochschrauben, geht dann aber auf’s Akku und einen gewaltigen Unterschied sieht man auch nicht. Bei direktem Sonnenlicht ist das Display dafür wirklich noch immer sehr gut lesbar; Garmin hat sich also etwas dabei gedacht es so „dunkel“ zu halten.

Die Auflösung ist gefühlt etwas besser bzw. hat man die Darstellung der einzelnen Widgets und Seiten detaillierter gestaltet als beim Fitbit. Sogar eine Wetteranzeige^^ gibt es (wenn verbunden mit dem Smartphone)

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Wie eingangs geschrieben ist das Display immer an. Es wird lediglich etwas gedimmt, wenn man gerade mal nicht an der Smartwatch rumfummelt. Und zack haben wir die Überleitung zum..

Durchhaltevermögen


Von der Akkulaufzeit des Fitbit war ich angetan aber was Garmin hier abliefert ist noch mal eine ganze Schippe oben drauf!

Das vivoative läuft und läuft und läuft. Wenn ihr nicht gerade selber rennt oder radelt und dafür GPS-Verfolgung aktiviert, hält es locker über eine Woche durch ohne geladen  werden zu müsses und das obwohl das Display wie mehrfach erwähnt immer an ist! Lobenswert!

Weniger erfreulich die Tatsache, dass auch hier wieder auf eine hauseigene Lösung zum Aufladen gesetzt wird. Micro-USB wäre klasse gewesen und hätte das Extra-Ladekabel gespart.

Kalorien-, Aktivitäts- und Schlaftracking


Nun habe ich ja den unmittelbaren Vergleich. Und kann euch sagen, die nehmen sich Nichts. Das Gamrin vívoactice HR liefert nahezu identische Werte zum Kalorienverbrauch.

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Schlaftracking funktioniert tadellos; die Auswertung und Darstellung (vorallem in der Smartphone-App oder am PC) gefällt mir sehr gut.

Zum Thema Aktivitätstracking kann ich Ähnliches berichten. Auch das funktioniert gut bis sehr gut *. Das vivo bietet noch mehr Aktivitäten als das Fitbit zu Auswahl an – welche das sind lest ihr oben in der Übesicht.

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*Anm.: beim ersten Versuch das Krafttraining erkennen zu lassen, statt dem Gerät zu sagen, dass ich jetzt trainiere, lief die Erkennung irgendwie nicht an. Denke aber das liegt daran, dass es eine Zeit braucht bis das vivo dazugelernt hat und eigenständig erkennt was abgeht.

Interessant finde ich, dass Garmin sogar die Möglichkeit bietet Radfahren oder Laufen InDoor zu tracken. Diese Funktion vermissen einige schmerzlich beim Blaze.

Erwähnt sei auch, dass wenn man möglichst exakte Werte zum Kalorienverbauch während einer Aktivität haben möchte, bei Pausen auch tatsächlich den „Pause“-Button betätigen sollte. Das vivo erkennt zwar, dass der Puls runter geht und quittiert mit einem leichten Vibrieren, dass ihr gerade inaktiv(er) seid, die Verzögerung bis dies passiert ist aber schon recht lang.Für mich habe ich entschieden es nicht ganz so genau zu nehmen und lasse den Tracker einfach durchlaufen, kein Bock ständig die Knöppe zu drücken ;P

Richtig nützlich finde ich die Erinnerungsfunktion. Da dödelt man so am Arbeitsplatz rum.. und brrrrrt vibriert das Teil.. was los? „du hast dich länger nicht vom Fleck bewegt, hoch der Arsch und geh mal ne Runde, sonst wird das Nischt mit 10k Schritten heute!“ Ntürlich steht das so nicht im Display sondern nur ein kurzes „LOS!“ 🙂

Garmin connect


So nennt sich die Auswertungsplattform von Garmin. Und auch die Smartphoneapp heißt so.

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Kurz und knapp: die Auswertung und Übersicht am Handy und PC ist erstklassig, da gibt es Nichts zu meckern.

Und auch die Benachrichtigung über eingehende Anrufe, Mails, Nachrichten usw. ist 1a.

Resümee


Ist es besser als das Fitbit Blaze? Ja, definitiv. Garmins vívoactive HR ist kein Fitnesstracker, es ist eine vollwertige Smartwatch und Fitnesstracker in einem und zudem auch noch wasserdicht.

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Was mir persönlich nicht gefallen mag ist die Optik, zu viel Plastik und die Höhe von über einem Zentimeter.. das ist einfach nicht so meins. Und dann wäre da noch der Preis. Um die 250,-EUR müsst ihr auf den Tresen packen…

Wer mehr als einen Fitnesstracker benötigt, genügend Kleingeld auf Tasche hat und sich an dem Erscheinungsbild des Garmin vívoactive HR nicht stört der bekommt jede Menge Sport-Smartwatch für sein Geld und kann damit sogar ohne Angst ins kühle Nass hüpfen.

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