Tech-Test: Fitnesswatch Fitbit Blaze

Heute mal kein Snack oder Supplement sondern ein Technik-Testbericht. ✌ Denn auch das gehört irgendwie zum Sport dazu – zumindest für mich.

Vor über einem halben Jahr habe ich mich von meinem Bodymedia Armband verabschiedet, denn der Support seitens des Herstellers wurde eingestellt. War deshalb echt angefressen! Also direkt mal abgecheckt was aktuell auf dem Markt ist und ein guter Ersatz sein könnte. Gefunden hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich etwas das meinen Vorstellungen entsprach.

einigen Wochen vergingen und dann..

…entdeckte ich das FitBit Blaze am Handgelenk meines Bruders! 👀 Der durfte als einer der ersten in Deutschland ausgiebig testen und war ziemlich angetan. Seither nervte ich ihn, mir das Blaze doch mal zu leihen. Anfang Juni gab er endlich nach 🙂 Danke!

„braucht kein Mensch so eine Fitnessuhr“ – warum war ich also so heiß drauf?

Ganz einfach: immer wieder las ich, dass FitBit recht nah an die Genauigkeit des Bodymedia dran kommt. Immer wieder viel mir auf, dass ich Kontrolle brauche. Kontrolle darüber wie viel ich mich tatsächlich täglich bewege. Kontrolle darüber wie hoch mein Kalorienverbrauch in etwa ist. Kontrolle darüber wie ergiebig mein Schlaf war. Kontrollfreak?! Ja, etwas sicherlich!

All das, und noch viel mehr, bietet das FitBit Blaze.

Erster Eindruck


Schick! Das Gehäuse ist in gebürstetes Alu eingefasst, dazu ist die Uhr recht flach und nicht klobig. Sieht edel aus! Und fühlt sich auch so an.

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Also legte ich es schnell an, fummelte kurz dran rum und installierte die passende App.

Einrichtung, Tragekomfort und Akkuleistung


Das Blaze einzurichten war kinderleicht. Ihr werdet komplett von der App geführt und nur wenigen Minuten später seid ihr dann live 😈

Direkt fällt auf: es trägt sich viel angenehmer als das BodyMedia. Klar, eine Armbanduhr ist deutlich bequemer als ein Oberarm-Band und legt sich auch leichter an.Das Blaze ist zudem angenehm leicht; nach einiger Zeit merkt man kaum noch, dass es da ist.

Zum Akku fällt mir nur ein Wort ein: Glanzleistung! Je nachdem wie viel man „rumspielt“ hielt das Akku bei mir zwischen 4 und 6 Tage. Aufgeladen ist es nach ca. 90 Minuten.

Funktionsumfang – meine Güte das kleine Teil kann eine ganze Menge


  • Uhrzeit, Datum anzeigen
  • Schritte, Etagen zählen
  • Stoppuhr
  • Timer
  • Musiksteuerung
  • Anruf- und SMS-/Whatsapp- Benachrichtigung
  • Wecker
  • Puls messen
  • Verbrauchte Kalorien ermitteln
  • zurückgelegte Strecke ermitteln
  • On-Screen Coach (FitStar)

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Kaum verwunderlich, dass ich von Woche zu Woche immer weniger auf mein Smartphone und immer mehr auf das FitBit glotze, und sei es nur um zu wissen wie spät es ist.

Den Wecker hat es auch ersetzt, denn von einem leichten Vibrieren am Handgelenk geweckt zu werden ist viel angenehmer, als die nervige Suche nach dem kreischenden Handy-Wecker!

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Es ging am Ende sogar so weit, dass ich beim Kochen und #foodprep den Timer des Fitbit verwendete.

 

Genauigkeit


Wie eingangs erwähnt lag mir besonders die Möglichkeit verbrauchte Kalorien und gegangene Schritte zu ermitteln. Gut für mich, dass ich meine alten BodyMedia Auswertungen noch hatte., so kann ich recht gut vergleichen und euch sagen: das Blaze liefert nahezu identische Werte.

Fitbit_Blaze_Dashboard

Habe übrigens die Pulsanzeige mal mit der des Crosstrainer im Studio verglichen, auch hier nahezu übereinstimmend.

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Rückseite des Fitbit Blaze – die Sensoren

Aktivitäten-Protokollierung


Das FitBit Blaze erkennt wunderbar von alleine ob ihr gerade körperlich aktiv seid, zumindest wenn das ein paar Minuten länger der Fall ist. Ihr könnt jedoch auch vorher über den Punkt „Übung“ auswählen was ihr gleich abzieht.

Fitbit_Blaze_20

Zur Auswahl stehen:

  • Elipsentrainer
  • Gewichte
  • Training
  • Laufband
  • Radfahren
  • Laufen.

Grundsätzlich läuft bei allen Aktivitäten eine Stoppuhr und der Pulsmesser  mit. Ihr könnt live verfolgen wie schön der Puls nach oben schnellt, wenn es anstrengend wird und wie lange ihr mal wieder nur in der Ecke gestanden habt 😋

Je nach Auswahl werden weitere Messwerte aufgezeichnet. Beim Radfahren oder Laufen die zurückgelegten Kilometer* und die Geschwindigkeit mit der ihr euch bewegt.

(*wenn mit Smartphone und aktivierten GPS verbunden, auf dem stationähren Bike/Laufband im Gym kann natürlich keine Strecke gemessen werden – ihr bewegt euch ja nicht vom Fleck)

Sämtliche Übungen lassen sich mit einen kleinen „Pause“ Button On-Screen oder via Hardware-Button am rechten Bildschirmrand, pausieren. Dann wird die Stoppuhr angehalten 😆 und ihr könnt mit einem weiteren Tipp auf die kleine Zielflagge bzw. mit Druck auf den oberen Gehäuseknopf, die zuvor begonnene Aktivität als beendet kennzeichnen. Im Anschluss erhaltet ihr dann eine kurze Zusammenfassung über verstrichene Zeit, durchschnittlichen und höchsten Puls, verbrauchte Kalorien und/oder zurückgelegte Strecke etc. pp.

Fitbit_Blaze_Zusammenfassung

Alles sehr übersichtlich dargestellt auf dem kleinen Farb-Display, die Smartphone-App wird dazu nicht benötigt. Gefällt mir sehr gut.👍

FitStar – der Coach am Handgelenk


FitStar ist eine Funktion die ich nur kurz ausprobiert habe. Wenn gleich ich sie ganz witzig finde. So kann man sich zwischen drei Modi entscheiden. Da wären eine Aufwärmroutine, ein 7-Minuten Workout mit dem eigenen Körpergewicht und ein zehn-minütiges Bauchworkout.

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Das Aufwärmprogramm war so gar nicht mein Ding, wo hingegen das 7-Minuten-Training mit seinen 13 Übungen echt gut fordert. Man sollte die Übungen aber vorher schon mal gemacht haben, denn die kleinen Figuren auf dem Blaze-Display zeigen nur wie es grob geht 😅

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Auswertung am Bildschirm


Alles was das FitBit so aufzeichnet wird natürlich auch gespeichert, berechnet und übersichtlich dargestellt. Sowohl in der App als auch online. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt: Alles sehr sehr übersichtlich, leicht verständlich und durchdacht dargestellt. Wer mag erhält zudem wöchentliche Zusammenfassungen via Email.

Fitbit_Blaze_Auswertung

Besonderheiten


FitBit bietet die Möglichkeit gegen Freunde „anzutreten“. Gebrauch habe ich von dieser Funktion nicht gemacht. Die Idee gefällt mir jedoch, motiviert es einen doch ungemein, wenn der beste Kumpel bereits beispielsweise 2.000 Schritte mehr getan hat als man selber.

Und dann ist da noch die Sache mit den „Abzeichen“. Mit jeder Aktivität die aufgezeichnet wird, werden auch Abzeichen bei besonderer Leistung verteilt. Seid ihr zum Beispiel 20.000 Schritte an einem Tag gegangen poppt am Smartphone-Bildschirm eine Meldung auf die euch einen „Orden“ dafür verleiht. So geht Motivation!

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten


Bei all dem Positiven muss ich natürlich auch Dinge erwähnen die man hätte gerne besser machen können.

Da wäre zum einen die Sache mit dem Wasser. Wer Sport treibt der schwitz….hoffentlich 😁

Klar, das Fitbit Blaze kann mit Schweiß, Spritzwasser und sogar Regen umgehen. Aber Duschen sollte man damit nicht! Es ist nicht wasserdicht! Liebes FitBit-Team Schwimmen ist auch ein Sport by the way .. 😉

Dann sind da noch diese beiden Knöpfe rechts am Gehäuse. Für mich ehrlich gesagt absolut überflüssig, denn teilweise gibt es die gleiche Funktion auch On Screen und deaktivieren kann man die Knöpfe nicht. So passierte es gelegentlich, dass ich beim Tragen von Zughilfen, die Aufzeichnung meines Trainings ungewollt pausierte, weil die Zughilfe auf die Knöpfe gedrückt hat …und das in Momenten größter Anstrengung! #deadlift

Resümee


Vier Wochen sind ins Land gegangen und mein Brüderchen hat bereits mit erhobenem Zeigefinger darauf hingewiesen, dass ich Abschied vom FitBit Blaze nehmen muss. Er will es zurück. Schade!

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Für mich steht fest, das FitBit Blaze ist ein würdiger Ersatz für das BodyMedia. Genauigkeit, Funktionsumfang und Akkulaufzeit sind ausgezeichnet. Wasserdicht hätte es gerne sein dürfen, dann wäre es nahezu perfekt.

Im Moment sind mir EUR 210,- noch etwas zu viel. Sei es drum, sollte das Teil demnächst irgendwo im Angebot sein, wird zugeschlagen! Möchte es nicht mehr missen.

Update 06.07.2016


Habe euch die technischen Daten unterschlagen…

Datenblatt Fitbit Blaze
Display Farb-LCD-Touchscreen, 240×180 Pixel
Gehäuse Edelstahl, Kunststoff, 25mm (H) x 20mm (B)
Armband min 14cm bis max 23cm Länge, flexibl, aus Elastomerwerkstoff
Gewicht 45g
Konnektivität Blutooth 4.0, GPS
Akku Lithium-Polymer, bis zu 5 Tage Laufzeit
Funktionsumfang App Steuerung (Android, iOS, Win-Mobile), Purepulse Herzfrequenz, Trainingseinheiten auf dem Display, Multipsort Tracking. Automatische Übungserkennung, Aktivitäten des ganzen Tages, Automatische Schlaferkennung, Benachrichtigung auf deinem Smartphone, Musiksteuerung, Kabellose Synchronisierung, wasserabweisend
Sensoren 3-Achsen-Beschleunigungsmesser, Optischer Herzfrequenzmesser, Höhenmesser, Umgebungslichtsensor
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3 Gedanken zu “Tech-Test: Fitnesswatch Fitbit Blaze

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